Abkürzungen

Gesundheit

HD
Hüftgelenksdysplasie (wird unterteilt von A-E (frei - schwer). A, B und C sind im ÖRC zuchttauglich (siehe auch Skeletterkrankungen)
ED
Ellbogendysplasie (frei, Grenzfall, I, II, III). Frei, GF und I sind im ÖRC zuchttauglich (siehe auch Skeletterkrankungen)
OCD Schulter
Osteochondrosis Dissecans in der Schulter (siehe auch Skeletterkrankungen)
Augen frei
Hund besitzt eine gültige klinische Augenuntersuchung und zuchtrelevante erblichen Augenkrankheiten wurden nicht festgestellt
HC
Heriditärer Katarakt (grauer Star)
PRA
Progressive Retina Atrophie (siehe auch prcd-PRA)
prcd-PRA
Die progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine Augenerkrankung, die zu einer Degeneration der Netzhaut (Retina) und durch kontinuierliches Fortschreiten zur Erblindung führt.
Die Netzhaut, an der hinteren Innenseite des Auges lokalisiert, ist für die Bildentstehung verantwortlich und besteht aus Lichtsinneszellen (Photorezeptorzellen) sowie spezialisierten Nervenzellen. Es werden zwei Typen von Photorezeptoren unterschieden: Stäbchen und Zapfen. Die Stäbchenzellen sind spezialisiert auf das Dämmerungs- (hell-dunkel) und Kontrassehen. Die Zapfenzellen hingegen konzentrieren sich auf das Tages- und Farbsehen.
Bei der prcd-PRA verlieren zuerst die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, dies führt zu fortschreitender Nachtblindheit und einem Verlust der Anpassung des Sehvermögens.
Im späteren Stadium werden auch die Zapfenzellen zerstört, so dass es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes kommt.
Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
EIC
Der Exercise Induced Collapse (EIC) ist eine neuromuskuläre Erkrankung, die beim Labrador Retriever und eng verwandten Rassen auftritt.
Die ersten Anzeichen eines Exercise Induced Collapse (EIC) sind ein schaukelnder oder verkrampfter Gang, der Hund wirkt steifbeinig. Erkrankte Hunde entwickeln schon nach 5 – 15 Minuten Anstrengung (z. B. beim Training oder bei starkem Stress) eine Muskelschwäche und kollabieren.
Bei den meisten Hunden ist vor allem die Hinterhand betroffen, bei manchen setzt sich die Schwäche auch bis zu den Vorderläufen fort und führt somit zum Festliegen. Während eines Kollaps sind die Hunde meistens bei Bewusstsein, je nach Schweregrad der Erkrankung kann es aber auch vorkommen, dass sie desorientiert oder vorübergehend bewusstlos sind.
EIC kann jahrelang unentdeckt bleiben, wenn der Hund keinem anspruchsvollen Training oder starkem Stress ausgesetzt ist.
CNM/HMLR
Die zentronukleäre Myopathie (CNM) beim Labrador Retriever, früher auch benannt als hereditäre Myopathie des Labrador Retrievers (HMLR), wurde erstmals in den 1970er Jahren beschrieben. Die CNM ist eine Erkrankung, bei der sich die Muskeln des Hundes nicht richtig entwickeln. Betroffene Hund zeigen fehlende Sehnenreflexe sowie geringere Gewichtszunahme als ihre Altersgenossen mit 4 Wochen. Offensichtliche Symptome für die CNM treten mit ca. 12 bis 20 Wochen auf. Die Hunde zeigen generalisierte Muskelschwäche, abnormale Haltung, einen unbeholfenen Gang und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Betroffene Tiere sind nur schwach belastbar und kollabieren schnell, wenn sie der Kälte ausgesetzt werden. Unter Belastung tritt Muskelatrophie auf, die teilweise auch die Kopfmuskeln betrifft.
HNPK
Bei der Nasalen Parakeratose handelt es sich um einen Gendefekt, der zu einer Austrocknung der Hundenase führt. Vor allem auf der oberen Seite (dorsaler Nasenspiegel) bildet sich eine trockene, borkige Hautschicht, die mit der Nase verbunden ist und sich nicht ablösen lässt. Es können sich Risse bilden, die sekundäre Infektionen durch Bakterien nach sich ziehen. Auch eine Aufhellung des dunklen Nasenspiegels kann beobachtet werden.
Erste Symptome treten im Alter von 6 Monaten bis einem Jahr auf. Eine symptomatische Behandlung mit Vaseline, Propylenglycol- oder Salicylsäurehaltigen Produkten kann bei der Auflösung der trockenen Borken helfen.
RD/OSD
Die retinale Dysplasie (RD) oder retinale Falten sind eine relativ häufige klinische Beobachtung bei vielen Hunderassen, die per se keine Zuchteinschränkung bedeutet. Beim Labrador jedoch kann die retinale Dysplasie mit einem ernsthaften Syndrom, der Okulo-Skeletalen-Dysplasie, kurz OSD, verknüpft sein. OSD geht einher mit Skelettmissbildungen, verkürzten Gliedmaßen (Zwergwuchs), sowie frühzeitiger Erblindung. Die Erblindung resultiert aus einer generalisierten Missbildung der Retina, die eine teilweise oder vollständige Ablösung der Netzhaut und Katarakt verursacht.
Der Erbgang ist bislang noch nicht völlig geklärt.
SD 2

Die Skeletale Dysplasie 2 (SD 2) ist eine Erbkrankheit beim Labrador, die zu einem frühzeitigen Stillstand des Knochenwachstums der langen Röhrenknochen führt. Anders als bei anderen Formen des Zwergenwuchses entstehen so „disproportionierte“ Hunde. Diese erkennt man an verkürzten Vordergliedmaßen und überbauter Hinterhand, bei unveränderter Rumpflänge und -tiefe.
Betroffene Hunde zeigen nach bisherigem Kenntnisstand keine gesundheitliche Probleme wie missgestaltete Genitalien oder neuronale Erkrankungen.

Narko
Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch Tagesschläfrigkeit mit einem unwiderstehlichen Schlafdrang zu völlig falschen Zeiten auszeichnet. Das Tier leidet unter Schlafattacken, Kataplexie und Schlaflähmung, welche teilweise dem REM-Schlaf ähnelt.
Cystinurie
Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren im Darmepithel und proximalen Nierentubulus. Folge der Transportstörung ist eine erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin. Aufgrund der Akkumulation von Cystin in hohen Konzentrationen im Harn und seiner schlechten Wasserlöslichkeit kristallisiert Cystin aus und es bilden sich Steine. Die Harnsteine, die die klinischen Symptome verursachen, treten schon im Alter von 4 – 6 Monaten auf. Dabei kann es zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Harnwege kommen. Im Gegensatz zu Landseer, Neufundländer und Labrador wird diese Erkrankung bei der Rasse Australian Cattle Dog dominant vererbt, wobei homozygot betroffene Tiere schwerwiegendere Verläufe zeigen.
DM
Die canine degenerative Myelopathie (DM) ist eine schwere neurodegenerative Erkrankung mit spätem Beginn ungefähr ab dem 8. Lebensjahr. Die Erkrankung ist durch eine Degeneration der Axone und des Myelins im Brust- und Lendenteil des Rückenmarks gekennzeichnet, was eine progressive Ataxie und Parese verursacht. Man beobachtet die ersten klinischen Anzeichen in der Hinterhand als Zeichen einer Störung des oberen Motoneurons. Es entwickelt sich eine unkoordinierte Bewegung der Hinterhand, eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte Reflexe. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die vorderen Gliedmaßen aus und manifestiert sich als schlaffe Parese und Paralyse.
SLC
Die Hyperurikosurie (SCL) und Hyperurikämie ist eine von Geburt an auftretende Veränderung im Purinstoffwechsel. Normalerweise wird dabei vom Hund Allantion als Endprodukt ausgeschieden, Hunde die die Mutation im SLC2A9-Gen homozygot tragen scheiden wesentlich weniger Allantoin und mehr Harnsäure aus (Hyperurikosurie). Ebenso wie im Harn ist der Gehalt an Harnsäure im Plasma um das 2- bis 4-fache höher als bei gesunden Hunden (Hyperurikämie).
Da die Harnsäure weniger gut wasserlöslich ist als Allantoin, können höhere Mengen im Harn zu Kristallbildung führen, es kommt zur Bildung von Blasensteinen, die häufig operativ entfernt werden müssen.
Betroffene Hunde sollten vorbeugend eine purinarme Diät erhalten, außerdem muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
MH
Die Maligne Hyperthermie (MH)ist eine vererbte Fehlfunktion des Skelettmuskels, welche durch Rhabdomyolyse, generalisierte Krämpfe der Skelettmuskulatur, Herzrhythmusstörungen und Nierenfehlfunktionen charakterisiert ist. Diese Problematik entwickelt sich nach Exposition mit Muskelrelaxantien oder flüchtigen Betäubungsmitteln. Die Hunde leiden nach der Gabe dieser Medikamente unter Tachykardie, Hyperthermie und erhöhter CO2-Produktion. Wenn die Medikamente nicht abgesetzt werden, sterben die betroffenen Hunde. Eine Besserung der Symptome kann durch die Gabe von Dantrolen, einem Antagonisten des Calcium-Kanals, erzielt werden.
PK-Defizienz
Pyruvatkinase-Defizienz (PK): Aufgrund der fehlenden Pyruvatkinase ist die Glykolyse in den Erythrozyten beeinträchtigt. Dadurch bedingt kommt es zur schweren chronischen, regenerativen hämolytischen Anämie und Retikulozytose. Weiterhin kommt es bei Hunden zur progressiven Myelofibrose und Osteosklerose. Dies sind mitunter die Hauptursachen für den frühen Tod der betroffenen Hunde. Klinische Symptome der Erkrankung sind allgemeiner Schwächezustand und eine vergrößerte Milz.

Quelle Gentest-Beschreibungen: Laboklin

Show- und Arbeitstitel

vv
vielversprechend (in der Jüngsteklasse)
v
versprechend (in der Jüngstenklasse)
V
Formwertbeurteilung Vorzüglich
SG
Formwertbeurteilung Sehr Gut
Gut
Formwertbeurteilung Gut
JB
Jugendbester, Gewinner/in der Jugendklasse auf einer Show
CAC
Anwartschaft auf den Schönheitschampion (in Österreich: CACA)
res. CAC
Reserve- Anwartschaft auf den nationalen Schönheitschampion
CACIB
Anwartschaft auf den internationalen Schönheitschampion
CACT
Anwartschaft auf den nationalen Arbeitschampion
res. CACT
Reserve- Anwartschaft auf den nationalen Arbeitschampion
CACIT
Anwartschaft auf den internationalen Arbeitschampion
res. CACIT 
Reserve- Anwartschaft auf den internationalen Arbeitschampion
BOB
Best of Breed (Bester der Rasse) 
BOS
Best opposite Sex
BIS
Best in Show
ÖJuCH
Österreichischer Jugendchampion
3 x JB in der Jugenklasse oder 2 x JB in der Jugendklasse und 1 x CACA in Zwischenklasse
ÖVetCH
Österreichischer Veteranenchampion
3 x Veteranensieger in der Veteranenklasse
ÖCH
Österreichischer Champion
6 x CACA (1 Jahr + 1Tag) oder mit Gebrauchshundezertifikat: 3 x CACA, wobei 2 in der Gebrauchshundeklasse erreicht werden müssen. Allg. gilt max. 2 Titel auf nationalen Ausstellungen
ÖFtCH
Österreichischer Field Trial Champion 
2 CACT auf Field Trials
ÖArbeitsCH
Österreichischer Arbeitschampion
2 x CACT auf Jagdprüfungen
CIB
Internationaler Schönheitschampion
2 CACIB  (1 Jahr+ 1 Tag) in 2 verschiedenen Ländern + CACT-Arbeitsprüfung
CIE
Internationaler Ausstellungschampion
4 CACIB (1 Jahr und ein Tag) in 3 verschiedenen Ländern
CIT(ft)
Internationaler Arbeits-Champion (Field Trial Champion)
2 CACIT (oder 1 CACIT+ 2 res.CACIT) und SG auf einer internationalen Hundeausstellung

 


Prüfungen

RBP 1-4
Retriever Basisprüfung in den Stufen 1 - 4
GAP 1-3
Gehorsams- und Apportierprüfung in den Stufen 1 - 3
BH
Begleithundeprüfung inkl. Wesensüberprüfung (Voraussetzung für sämtliche ÖKV-Prüfungen und GAP)
BGH 1-3
Begleithundeprügung 1 - 3 (Unterordnungsprüfungen)
WeT
Wesenstest
WT E, L, M, S
Workingtest der Klassen E, L, M und S
FT
Field Trial
GHZ
Gebrauchshundezertifikat (interne ÖRC-Prüfung zur Erlangung des Gebrauchshundezertifikates - ist eine JBP ohne Schweißarbeit)
Btr
Bringtreueprüfung
JBP/R
Jagdliche Brauchbarkeitsprüfung
BLP
Bringleistungsprüfung
VGP

Vollgebrauchsprüfung


 

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